OrgOpsAI-Act-Recherchekein Rechtsrat

Quellen

Diese Dokumente werden durchsucht. Ausschließlich amtliche Veröffentlichungen — Amtsblatt der EU, Europäische Kommission, Bundesgesetzblatt, Deutscher Bundestag. Keine Kanzlei-Zusammenfassungen, keine Sekundärliteratur.

Gilt ab
2.8.2026
Geändert durch
omnibus/nr-020
Herleitung
Art. 113 Abs. 2 — allgemeiner Geltungsbeginn

Transparenzpflichten für Anbieter und Betreiber bestimmter KI-Systeme (1) Die Anbieter stellen sicher, dass KI-Systeme, die für die direkte Interaktion mit natürlichen Personen bestimmt sind, so konzipiert und entwickelt werden, dass die betreffenden natürlichen Personen informiert werden, dass sie mit einem KI-System interagieren, es sei denn, dies ist aus Sicht einer angemessen informierten, aufmerksamen und verständigen natürlichen Person aufgrund der Umstände und des Kontexts der Nutzung offensichtlich. Diese Pflicht gilt nicht für gesetzlich zur Aufdeckung, Verhütung, Ermittlung oder Verfolgung von Straftaten zugelassene KI-Systeme, wenn geeignete Schutzvorkehrungen für die Rechte und Freiheiten Dritter bestehen, es sei denn, diese Systeme stehen der Öffentlichkeit zur Anzeige einer Straftat zur Verfügung. (2) Anbieter von KI-Systemen, einschließlich KI-Systemen mit allgemeinem Verwendungszweck, die synthetische Audio-, Bild-, Video- oder Textinhalte erzeugen, stellen sicher, dass die Ausgaben des KI-Systems in einem maschinenlesbaren Format gekennzeichnet und als künstlich erzeugt oder manipuliert erkennbar sind. Die Anbieter sorgen dafür, dass — soweit technisch möglich — ihre technischen Lösungen wirksam, interoperabel, belastbar und zuverlässig sind und berücksichtigen dabei die Besonderheiten und Beschränkungen der verschiedenen Arten von Inhalten, die Umsetzungskosten und den allgemein anerkannten Stand der Technik, wie er in den einschlägigen technischen Normen zum Ausdruck kommen kann. Diese Pflicht gilt nicht, soweit die KI-Systeme eine unterstützende Funktion für die Standardbearbeitung ausführen oder die vom Betreiber bereitgestellten Eingabedaten oder deren Semantik nicht wesentlich verändern oder wenn sie zur Aufdeckung, Verhütung, Ermittlung oder Verfolgung von Straftaten gesetzlich zugelassen sind. (3) Die Betreiber eines Emotionserkennungssystems oder eines Systems zur biometrischen Kategorisierung informieren die davon betroffenen natürlichen Personen über den Betrieb des Systems und verarbeiten personenbezogene Daten gemäß den Verordnungen (EU) 2016/679 und (EU) 2018/1725 und der Richtlinie (EU) 2016/680. Diese Pflicht gilt nicht für gesetzlich zur Aufdeckung, Verhütung oder Ermittlung von Straftaten zugelassene KI-Systeme, die zur biometrischen Kategorisierung und Emotionserkennung im Einklang mit dem Unionsrecht verwendet werden, sofern geeignete Schutzvorkehrungen für die Rechte und Freiheiten Dritter bestehen. (4) Betreiber eines KI-Systems, das Bild-, Ton- oder Videoinhalte erzeugt oder manipuliert, die ein Deepfake sind, müssen offenlegen, dass die Inhalte künstlich erzeugt oder manipuliert wurden. Diese Pflicht gilt nicht, wenn die Verwendung zur Aufdeckung, Verhütung, Ermittlung oder Verfolgung von Straftaten gesetzlich zugelassen ist. Ist der Inhalt Teil eines offensichtlich künstlerischen, kreativen, satirischen, fiktionalen oder analogen Werks oder Programms, so beschränken sich die in diesem Absatz festgelegten Transparenzpflichten darauf, das Vorhandensein solcher erzeugten oder manipulierten Inhalte in geeigneter Weise offenzulegen, die die Darstellung oder den Genuss des Werks nicht beeinträchtigt. Betreiber eines KI-Systems, das Text erzeugt oder manipuliert, der veröffentlicht wird, um die Öffentlichkeit über Angelegenheiten von öffentlichem Interesse zu informieren, müssen offenlegen, dass der Text künstlich erzeugt oder manipuliert wurde. Diese Pflicht gilt nicht, wenn die Verwendung zur Aufdeckung, Verhütung, Ermittlung oder Verfolgung von Straftaten gesetzlich zugelassen ist oder wenn die durch KI erzeugten Inhalte einem Verfahren der menschlichen Überprüfung oder redaktionellen Kontrolle unterzogen wurden und wenn eine natürliche oder juristische Person die redaktionelle Verantwortung für die Veröffentlichung der Inhalte trägt. (5) Die in den Absätzen 1 bis 4 genannten Informationen werden den betreffenden natürlichen Personen spätestens zum Zeitpunkt der ersten Interaktion oder Aussetzung in klarer und eindeutiger Weise bereitgestellt. Die Informationen müssen den geltenden Barrierefreiheitsanforderungen entsprechen. (6) Die Absätze 1 bis 4 lassen die in Kapitel III festgelegten Anforderungen und Pflichten unberührt und berühren nicht andere Transparenzpflichten, die im Unionsrecht oder dem nationalen Recht für Betreiber von KI-Systemen festgelegt sind. (7) Das Büro für Künstliche Intelligenz fördert und erleichtert die Ausarbeitung von Praxisleitfäden auf Unionsebene, um die wirksame Umsetzung der Pflichten in Bezug auf die Feststellung und Kennzeichnung künstlich erzeugter oder manipulierter Inhalte zu erleichtern. Die Kommission kann Durchführungsrechtsakte zur Genehmigung dieser Praxisleitfäden nach dem in Artikel 56 Absatz 6 festgelegten Verfahren erlassen. Hält sie einen Kodex für nicht angemessen, so kann die Kommission einen Durchführungsrechtsakt gemäß dem in Artikel 98 Absatz 2 genannten Prüfverfahren erlassen, in dem gemeinsame Vorschriften für die Umsetzung dieser Pflichten festgelegt werden. KAPITEL V KI-MODELLE MIT ALLGEMEINEM VERWENDUNGSZWECK ABSCHNITT 1 Einstufungsvorschriften

Quelldatei: 01-rechtstexte/ai-act/VO-2024-1689_AI-Act_DE.html

Amtliche Fassung ansehen ↗
VerordnungVerordnung (EU) 2024/1689 über künstliche Intelligenz (AI Act)

ai-act · 313 Abschnitte · DE

VerhaltenskodexGPAI Code of Practice — Safety and Security Chapter

cop-gpai-sicherheit · 16 Abschnitte · EN

VerhaltenskodexGPAI Code of Practice — Transparency Chapter

cop-gpai-transparenz · 3 Abschnitte · EN

VerhaltenskodexGPAI Code of Practice — Copyright Chapter

cop-gpai-urheberrecht · 3 Abschnitte · EN

VerhaltenskodexCode of Practice on Transparency of AI-generated Content (Art. 50)

cop-kennzeichnung · 20 Abschnitte · EN

VerordnungVerordnung (EU) 2022/2065 über digitale Dienste (DSA)

dsa · 249 Abschnitte · DE

VerordnungVerordnung (EU) 2016/679 (DSGVO)

dsgvo · 99 Abschnitte · DE

EntwurfENTWURF: Guidance on serious incident reporting under Article 73 AI Act

entwurf-art73 · 20 Abschnitte · EN

GesetzKI-Marktüberwachungs- und Innovationsförderungsgesetz (KI-MIG), BGBl. 2026 I Nr. 223

ki-mig · 45 Abschnitte · DE

GesetzRegierungsentwurf KI-MIG mit Begründung, BT-Drs. 21/4594

ki-mig-begruendung · 96 Abschnitte · DE

LeitlinieLeitlinien der Kommission zur Definition eines KI-Systems (Art. 3 Nr. 1)

leitlinien-art3 · 13 Abschnitte · DE

LeitlinieLeitlinien der Kommission zu verbotenen KI-Praktiken (Art. 5)

leitlinien-art5 · 175 Abschnitte · DE

LeitlinieCommission Guidelines on the transparency obligations under Article 50 AI Act

leitlinien-art50 · 74 Abschnitte · EN

LeitlinieLeitlinien der Kommission zum Pflichtenumfang für Anbieter von GPAI-Modellen

leitlinien-gpai · 89 Abschnitte · DE

VerordnungVerordnung (EU) 2019/1020 über Marktüberwachung und die Konformität von Produkten

marktueberwachung · 115 Abschnitte · DE

VerordnungVerordnung (EU) 2023/1230 über Maschinen

maschinen-vo · 152 Abschnitte · DE

SonstigesErläuterung und Muster für die öffentliche Zusammenfassung der Trainingsinhalte

muster-trainingsdaten · 52 Abschnitte · DE

ÄnderungsverordnungVerordnung (EU) 2026/1744 (Digital Omnibus on AI) — ändert den AI Act

omnibus · 90 Abschnitte · DE

VerordnungRichtlinie (EU) 2024/2853 über die Haftung für fehlerhafte Produkte

produkthaftung · 88 Abschnitte · DE